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Pixar, Markenanalyse und ein buddhistischer Mönch: Drei Storytelling Links fürs lange Wochenende

Ein langes Wochenende steht vor der Tür. Genauso, wie die ersten Herbststürme. Wenn der Regen gegen die Fensterscheibe trommelt und Netflix leer geschaut ist: Dann habe ich noch drei Links für dich. Perfekt für deinen inneren Storyteller. Den Markenstrategen in Dir. Und den Lebenssinn-Sucher. Viel Spaß damit. 

1. Pixar in a Box: Ein Online-Storytelling Kurs von PIXAR


„Pixar in a Box“ auf Khan Academy

 

Ich bin ein großer Fan der Animations-Filme von Pixar. Das Studio überwältigt mich immer wieder. Nicht durch die technische Brillanz der Filme. Mich begeistern die perfekt konstruierten und liebevoll erzählten Geschichten. Um so mehr hat es mich gefreut, dass die Story-Artists bei Pixar ihr Wissen jetzt teilen. 

Zusammen mit der Khan-Academy bietet Pixar einen Storytelling Online-Kurs an: „Pixar in a Box“ erklärt in einfachen Videos, wie Geschichten, Charaktere, Plots und die visuelle Sprache eines Films entstehen. 

Der Kurs richtet sich an Jugendliche. Aber das macht ihn nur besser. Frei von unnötigem, theoretischem Balast, findest du hier eine geniale Einführung in die Grundsätze des Storytelling. Ich habe die Lektionen gerade abgeschlossen. Und es hat wirklich Spaß gemacht. Ein „Must-Stop“ für jeden, der sich dem Thema „Storytelling“ nähern will. 

2. Character Map: Tiefenanalyse für die Markenpersönlichkeit

Character Map Bild

( Foto: Valentin Heyde, komfortzonen.de)


Moderator und Coach Valentin Heyde hat auf dem tollen Blog „Komfortzonen.de“, den er zusammen mit Jörg Jelden und Dirk Bathen über gute Moderation schreibt, einen spannenden Artikel über die „Character Map“ von Drehbuch-Coach Laurie Hutzler geschrieben: Workshop à la Hollywood: ein Storytelling-Tool als Strategie-Werkzeug

Die „Character-Map“ ist eigentlich ein Tool, das Autoren helfen soll, die Charaktere ihrer Geschichte besser zu verstehen und lebendiger zu beschreiben. Valentin erklärt in seinem Beitrag, wie es sich als Strategie-Tool nutzen lässt, u.a. um die (Marken-) Persönlichkeit eines Unternehmens zu analysieren. 

Ich habe das Tool auch schon in Workshops eingesetzt. Und ich stimme Valentin zu, der im Artikel schreibt, dass die Workshop-Anwendung oft etwas knirscht. Es ist kein einfaches Werkzeug. Denn es zwingt, um die Ecke zu denken. Es ist schon nicht einfach, sich eine Marke oder ein Unternehmen als eine Person vorzustellen. Und dann noch schwieriger, emotionale und selbstkritische Fragen an diese Person zu richten. Mit dieser Technik wird die Marke auf die Therapie-Couch gelegt und einer „Tiefenanalyse“ unterzogen.
 

Nichtsdestotrotz, auch wenn die Anwendung knirscht, haben mich die Ergebnisse immer positiv überrascht. Vor allem weil die Technik in der Lage ist, die Schmerzpunkte in der Markenwahrnehmung offen zu legen. Um die ein Unternehmen sonst lieber herumtanzt. 

Ich empfehle die Methode allen Plannern und Strategen, die Markenwahrnehmungen tiefer analysieren wollen. Anwendung auf eigene Gefahr…;-)

3. Eine Zufallsbegegung: Ein buddhistischer Mönch in Hamburg

Vor einer Woche habe ich Abends einen langen Spaziergang durch´s Viertel gemacht. Ich hatte den Zeitpunkt verpasst, zum Aikido-Training zu fahren, weil ich vielleicht ein wenig zu sehr in meine Arbeit am Schreibtisch vertieft war. So bekam ich zumindest noch etwas Bewegung. Auf meinem Spaziergang bin ich auf der Grindel an einem italienischen Restaurant vorbei gekommen. Im Fenster klebte ein Zeitungsausschnitt. Es war die Rezension eines Romans, der im Hamburger Grindelviertel spielt. 

Der Titel: „Schwer erleuchtet“. Der Autor: Dieter Bednarz. Die Story: Ein Hamburger Pärchen heiratet auf Sri Lanka und lädt den buddhistischen Mönch, der die Zeremonie abgehalten hat, nach Hamburg ein. Nie hätten sie damit gerechnet, dass er wirklich kommt. Und für drei Monate bleibt.

Eine schöne Fish-Out-Of-Water Idee, habe ich gedacht und das Buch gekauft. Ich lese es gerade mit großem Vergnügen.  Ab und an ist es etwas zu moralisierend für meinen Geschmack. Trotzdem eine Lese-Empfehlung. 

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